Ein Virus spaltet die Links-Alternativen

Alternative Medienplattformen, die ich – teilweise auch finanziell – unterstütze, konsumiere und empfehle, bieten sich derzeit einen Wettlauf im Kleinreden und Verharmlosen von COVID19. Allen voran der Rubikon, auch KenFM, Uli Gellermanns Rationalgalerie und leider auch das neue Medium Multipolar, dessen begeisterte und zahlende Abonnentin Nr. 2 ich bin. Telepolis bildet eine Ausnahme, da es immerhin auch die mahnenden Worte des Physikers Alexander Unzicker zulässt. Auch eine gefühlte große Mehrheit meiner Twittergenossen steht der Einschätzung von Drosten, Wieler & Co. äußerst kritisch gegenüber, ganz zu schweigen gegenüber den ergriffenen Maßnahmen, die ich für im Wesentlichen richtig halte. Das ist mitunter schmerzhaft. Dafür bekommt man dann schon mal zu hören, dass man ein gehirngewaschener, autoritätshöriger, wenn nicht sogar für Faschismus anfälliger Zeitgenosse sei. Vielen Dank.

Zum unsäglichen KenFM-Artikel des von mir eigentlich hochgeschätzten und viel gelesenen Sven Böttcher, der eine schwere Multiple Sklerose in Eigenregie überwunden und ein offenbar ziemlich robustes Verhältnis zum Tod entwickelt hat, was ihn zu – ich würde sagen – darwinistischen Äußerungen treibt, empfehle ich den Artikel „Bizarres auf Rubikon“ vom Publizisten Andreas Wehr, Partei Die Linke.

Die alternative Medienszene ist groß und wirkmächtig geworden, weil der Mainstream – spätestens seit 9/11 – in vielen Bereichen seine Funktion als Kritiker der Regierenden und Eliten aufgegeben hat. Während Spahn vor einigen Wochen die Bevölkerung zu besänftigen versuchte, indem er unser Gesundheitssystem als gut gerüstet darstellte und die Medien dies brav verbreiteten, schrieb Jens Berger in den Nachdenkseiten bereits am 26. Februar den Artikel: „Deutschland ist gut vorbereitet auf das Corona-Virus? Das ist Augenwischerei“, in dem er vorrechnet, dass unser neoliberal kaputtgespartes Gesundheitssystem nicht in der Lage ist, die 5% der Infizierten, die intensivmedizinischer Betreuung bedürfen, zu versorgen. Genau so geht Journalismus: Die Politik redet die Lage schön, vertuscht die selbst verursachten Probleme und Medien decken dies faktenbasiert auf.

Inzwischen hat sich jedoch die Situation gedreht. Man könnte fast sagen, dass Transparenz ausgebrochen ist. Jeden Tag eine Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts, ein täglicher Podcast mit Drosten von der Charité, Politiker und Virologen, die aus ihrer Hilflosigkeit kein Hehl machen. Man hat durchaus das Gefühl, dass hier nicht-interessengeleitete Leute nach bestem Wissen und Gewissen Zahlen offenlegen und bewerten. (Aber vielleicht bin ich ja gehirngewaschen.)

Man stelle sich einmal vor, es wäre jetzt umgekehrt. Die Regierung würde täglich die Gefahr herunterspielen und keine Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft nicht zu schädigen. Frau Merkel würde ein „Wir schaffen das“ ins Mikrofon säuseln, zuversichtlich lächeln und alles ungesteuert weiter laufen lassen. Da wär aber was los in der alternativen Medienwelt! Ich verwette meinen Kopf, dass bei Rubikon et al. täglich zwei Artikel rausgehauen würden mit Bildern von Särgen, weinenden Gesundheitsministern, hilferufenden Ärzten und  Texten über die Schamlosigkeit der wirtschaftsgelenkten, marktkonformen Regierung, die hier eine Gefahr für die Menschheit vertuscht.

Könnte es nicht sein, dass die Regierung (samt angeschlossenen Medien) hier ausnahmsweise etwas richtig macht? Zumal mit einer gesalzenen Rezession oder Depression zu rechnen ist? Muss man partout Opposition um der Opposition willen betreiben? Wie kann gerade ein Medium wie Rubikon, das soviel über Liebe, Empathie und Ringelpietz mit Anfassen schreibt (Polit-Esoterik!), derart kalt die jetzt schon absehbaren katastrophalen Umstände verdrängen und verleugnen?

Das Virus ist gefährlich, verdammt noch mal!

Dass die Todesraten von COVID19 Infizierten null Aussagewert haben, liegt auf der Hand, da wir (i) nicht in jedem Fall wissen, ob das Virus eine condicio sine qua non für den Tod von Vorerkrankten war, (ii) wir nicht wissen, wieviele Menschen (symptomlos) infiziert sind, (iii) ein Ländervergleich schon gar nicht funktioniert, weil jedes Land andere Voraussetzungen für Tests festlegt. Geschenkt.

Was mich interessiert und bewegt, ist das, was ich sehe. Und ich sehe kollabierende Gesundheitssysteme, fehlende Schutzmasken, fehlende Betten und Beatmungsgeräte überall. Ich sehe den Bürgermeister von New York City, der uns mitteilt, dass die medizinische Ausrüstung nur noch für eine Woche reicht. Ich sehe vor New Yorker Krankenhäusern Zelte zur Aufbewahrung von Leichen, ich sehe Militärkolonnen mit dem Transport von Leichen, weil Krematorien restlos überfordert sind. All das im Blick: Kommt mir nicht mit „Die Gefährlichkeit des Virus ist nicht belegt“, „trifft ja nur Alte und Vorerkrankte“, „bei anderen Grippewellen werden auch keine Fußballspiele abgesagt“ und „in der Lombardei gibt’s zuviel Luftverschmutzung und alte Leute“. Was ich sehe: Angesichts des Zustands unserer Gesundheitssysteme ist das Corona-Virus gefährlich! Und zwar saugefährlich. Wenn es richtig schlimm kommt, kann man gespannt sein, ob Paul  Schreyer, Jens Lehrich, Jens Wernicke, Ken Jebsen, Uli Gellermann und „alternative Experten“ wie dieser Herr Wodarg dann Verantwortung für ihre Äußerungen übernehmen.

Über die Gefahr, dass die Politik via Schockstrategie die Aushöhlung der Demokratie im Schatten der Krise weiterbetreibt,  über die erbärmliche Rolle der EU in Zeiten der Pandemie und vor allem über die soziopathische Politik des Imperiums ein andermal.

Gewidmet meinen geliebten Eltern, Mitte 80, Papa mit Vorerkrankung

30 Antworten to “Ein Virus spaltet die Links-Alternativen”

  1. ken sagt:

    Hallo.

    Wir begrüssen es wenn man sich bei Covid 19 kritisch auch mit den Alternativen Medien auseinandersetzt. Nur, wieso ist jeder Kanal der den Mainstream nicht bestätigt suspekt? Das die WHO, die ja die Pandemie-Regeln geändert hat, alles andere als neutral ist, steht fest. Vogel und Schweinegrippe hatten nicht mal im Ansatz den Impact der von der WHO verkündet wurde. Wo WHO drauf steht, ist leider Big Pharma und Bill&Melinda Gates Foundation drin. Hier wird mit Impfstoffen Geld verdient.
    Dazu gibt es gute ARTE Reportagen. Sind die bekannt?

    Und warum hat die Bundesregierung ihre eigene Risikoanalyse mit dem RKI zu Sars aus 2012 nicht so umgesetzt, dass sie heute auf Improvisieren verzichten könnte?

    Profiteure der Angst: https://www.youtube.com/watch?v=ZkyL4NxJJcc
    Die WHO – im Griff der Lobbyisten : https://www.arte.tv/de/videos/061650-000-A/die-who-im-griff-der-lobbyisten/

    Was gesund ist, bestimmt Bill Gates: https://www.deutschlandfunkkultur.de/unabhaengigkeit-der-weltgesundheitsorganisation-gefaehrdet.976.de.html?dram:article_id=423076

    Unterrichtung durch die Bundesregierung
    Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012
    https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf

  2. Pique Dame sagt:

    Lieber Ken Jebsen, erst mal vielen Dank für den Kommentar! Was die übermittelten Links betrifft, bin ich völlig bei Ihnen. Ich habe aber ganz bewusst darauf abgehoben, dass ich eine schmerzhafte Diskrepanz wahrnehme, wenn ich sehe, was los ist und gleichzeitig lese, dass das Virus nicht gefährlich ist etc. (Deshalb auch in der Kategorie „In eigener Sache“.) Und sowas musste ich halt leider auch auf Ihrer Plattform lesen.

  3. Franz Maria Arwee sagt:

    Tja, das Problem wird zur Lösung erklärt oder aus Angst vor dem Tod haben sie sich umgebracht.

    Kein Mensch kann etwas über eine Todesursache ‚an sich‘ etwas wissen.

    Daten sind Sprache, kein Sein!
    Modelle sind Sprache, kein Sein!
    Thesen sind Sprache, kein Sein!
    Antithesen sind Sprache, kein Sein!
    Theorien sind Sprache, kein Sein!

    Die meisten haben keine Ahnung, was ein beliebiger Messaufbau überhaupt mißt.

    Das was hier betrieben wird, ist Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Das hat wiederum mit Wirklichkeit nichts zu tun, es ist nur eine Erzählung.

    Mit der wissenschaftlichen Methode der Falsifikation hat das nichts zu tun.

    Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die uns Menschen zeigt, wie der Anspruch sich die Erde Untertan zu machen scheitert.

    Und nein, die Welt ist NICHT berechenbar, das ist sie ganz grundsätzlich nicht.
    Das ist die tatsächliche Illusion.

    Es gibt kein Virus ‚an sich‘, gleich welcher Variante, über die es Wissen geben könnte. Das ist immer nur eine sprachliche Kategorie, eine willkürliche Setzung.

    Eindringling, krank machen, tötetn, bekämpfen, besiegen, vernichten, usw. sind moralische Begriffe, die einer sachlichen Wissenschaft und dem Umgang widersprechen. Ja, es ist bereits ein Urteil gefällt, was zu tun ist, alternativlos.
    Was verstehen Menschen von dem was Viren genannt wird?
    Es wird beobachtet und aus Korrelationen werden sprachliche Kausalitäten produziert, die von der Moral und nicht von Sachlichkeit bestimmt werden.

    Das Problem der Maßnahmen ist, daß sich eindeutig die Gehorsamkeit, das Untertanentum und der Geist des Faschismus genau hier äußert.

    Es ist eure Angst, die jede Sachlichkeit über Bord
    wirft.
    Organisierte Verantwortungslosigkeit.
    Ihr geht wählen und glaubt, ihr könntet eure Verantwortung an Politiker delegieren.
    Die Teilnahme an der Wahl legitimiert das System, gleichgültig wer oder was gewählt wird.

    Die Unfähigen wählen die Unfähigsten unter sich, damit die ihnen dann sagen, was diese gefälligst zu tun und zu lassen haben. Dass klingt nach einem Plan.

    Das erklärt nicht nur das Verhalten und die Unterwürfigkeit, nein, es erklärt auch den Zustand der Natur/Erde.

    Die Ignoranz ergibt sich aus den Herrschaftspielen, auch Monopoly genannt.

    Allein die Dosis macht das Gift, über eine Dosis ‚an sich‘ gibt es ebenfalls kein Wissen.

    Wir wissen daher auch nicht, ob das Virus selbst gefährlich und/oder für wen, ist oder nicht.

    Ihr könnt euch der Wirklichkeit, auch Ungewißheit genannt, auch nicht durch die Schaffung von scheinbarer Gewißheit nähern.

    Leben ist nicht berechenbar, ja die Mathematik hat nicht einmal einen Begriff für Leben.

    Eure Wert-Urteile entspringen euren Emotionen, denn genau das ist eine Wertung, ein emotionaler Vorgang.

    Hört auf euch die Erde und das Leben Untertan machen zu wollen, lernt mit der Ungewißheit umzugehen und sie als Voraussetzung für Leben anzuerkennen.

    • marie sagt:

      danke!
      aus meiner sicht ist es ein banal-durchschaubares spiel mit den urängsten der menschen, denen – wie nicht neu in der geschichte die dazu passenden „wissenschaftlichkeit“ übergestülpt und als „einzig reine lehre“ als handlungsoption verkündet wird.

      eine ganzganz einfache frage (eines anrufers aus dem presseclub) „warum darf/muß ich als bauleiter mit meinen handwerkern täglich deutschlandweit meine projekte mit vielen verschiedenen menschen realisieren, darf aber meine freundin und eltern nicht treffen???

      es ist eine politische entscheidug und hat mit der wirkungsweise eines gefährlichen virus, der dringend mit „notstandsgesetzen“ bekämpft werden muß NICHTS!!!!!!!! zu tun

      ist das virus nun eine gefährliche naturkatastropfe (wie ein vulkanausbruch z.b.) ODER wird es nur selektiv instrumentalisiert????

      … es gibt eine unmenge von beispielen aus dem alltag, in denen die „urängste“ nicht bedient werden … zum glück gibt es menschen, die genau das bemerken … jedoch darauf keine antworten bekommen … sondern die verschwörungskeule einer diktatur … die nicht aufklärt, sondern straft und diffamiert

      für mich persönlich ist DIESE „antwort“ klar genug und macht mir angst. vor viren habe ich mich lebenslang selbst geschützt … meine mutter hat dies bei den sars-viren im krankenhaus leider nicht geschafft

  4. PhilSt sagt:

    Vielleicht kann ich dazu auch einen Perspektive beitragen:

    Es gibt für mich zwei wesentliche Unterscheidungen, einmal die wissenschaftliche Analyse eines Virus. Das andere ist das politische (Nicht)Handeln.
    Das politische Handeln ist zu kritisieren.
    1. neoliberales Kaputtsparen des Gesundheitssystems
    2. Solidarität wird nur gepredigt, nicht gelebt
    3. Freiheits- und Bürgerrechte werden eingeschränkt
    4. Wirtschaftspolitisch wird die Umverteilung von unten nach oben verschärft
    5. Wird mit Statistiken gelogen (siehe NDS-Artikel mit Gerd Bosbach zu Corona)
    6. Wird die Relation zu der normalen Sterblichkeit in Detschland nicht in betracht gezogen
    7. Bei den Tests ist nicht bekannt wie viele Personen überhaupt getestet werden. Wie viele Tests wöchentlich stattfinden.
    8. Möchte man einen gezielten Crash damit das System sich strukturell nicht verändert (nach der Analyse der Wirtschaftsexperten Wolff oder Müller)

    Das heißt aber nicht, das man keine Maßnahmen treffen kann. Diese ganz oder gar nicht Mentaliät bringt auch nichts. Abstandsgebote, Masken tragen meinentwegen. Kleine und Mittelständische Unternehmen zwangsschließen, sollte man sich wirklich überlegen. Ausgangsregulierungen und private Treffen auf die Anzahl von 2 zu limitieren ist meiner Meinung ein zu großer Einschnitt

    • Franz Maria Arwee sagt:

      Wer legitimiert denn dieses politische System?

      Der Mensch ist eine Bio-Waffe?

      Der Mensch ist ein Gefährder?

      Invitro-Befruchtung oder noch besser Kloning?

      Wirtschaft, Wirtschaft über alles?

      Kontroll- und Regelwahn?

    • Pique Dame sagt:

      Vielen Dank für Ihre Anmerkungen! Die meisten Ihrer Punkte unterschreibe ich gerne. Ich halte die Zahlen und Statistiken ebenfalls für nicht aussagefähig, wie im Artikel erwähnt.
      Das mit den Freiheits- und Bürgerrechten ist eine Frage der Abwägung. Wir können dann Grabsteine aufstellen mit der Inschrift: „Er starb im Vollbesitz seiner Bürgerrechte“. Leider ist Demokratie nicht die Waffe der Wahl, um ein Virus zu bekämpfen.
      Wir Bürger müssen allerdings höllisch aufpassen, dass sich nach der Epidemie die Ausnahmevorschriften nicht festsetzen. Ich hab größte Probleme mit Handy-Ortung und Laschets Epidemie-Gesetz, in dem Zwangsrekrutierungen von Pflegepersonal möglich gemacht werden sollen: https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/nrw-epidemie-gesetz-entwurf-100.html
      Wir müssen die Schockstrategie, die natürlich versucht werden wird, ebenso eindämmen wie das Virus. Notfalls mit Hilfe der FDP…

      • Franz Maria Arwee sagt:

        Falscher Ansatz
        Im Irak-Krieg fanden übrigens auch täglich Pressekonferenzen statt. Transparenz ist etwas anderes.

        Keiner kann seine Verantwortung delegieren, das ist eine Illusion.

        Der zusammengesetze Begriff Freiheitsrechte ist ein Widerspruch in sich.
        Freiheit ist ein unbestimmter Zustand. Wohingegen Recht immer das Recht des Stärkeren ist, denn nur dieser kann es auch durchsetzen.
        Recht bedingt Unrecht. Wo Unrecht herrscht, kann keine Gerechtigkeit sein.
        Mit Recht Gerechtigkeit herstellen zu wollen, ist eine Iluusion.
        Recht ist ein Herrschaftsprinzip, denn es sind nicht eure Rechte, es sind die Rechte die euch eure Herrchaft verleiht, wenn ihr gehorcht oder ihr werdet bestraft. Wobei die Belohnung die härtere Strafe ist.

        Weshalb verwendest Du den Begriff Waffe?

      • PhilSt sagt:

        Selbstverständlich, in einem wahren demokratischen System, würde man diese auch mal eher kurzzeitig aussetzen als in dieser Scheindemokratie.
        Nach NSA, Snowden, Assange, Vorratsdatenspeicherung geht es jetzt um die Corona-App.
        Auch interessant welche Rechte man einfach nicht mehr hat wenn der Katastrophenfall ausgerufen wird. (Zwangsarbeit und Beschlagnahmung inklusive)
        Beängstigend.
        Die Diskussion ob wir die Rechte einschränken kann man gern führen, aber wir sind uns bestimmt einig das es unter anderen Voraussetzungen des Datenschutzes, garantierten Anonymisierung und transparenten Löschungen, die Bedenken an den politischen Vorgängen geringer wären.

        Wir reden von den gleichen Menschen, die sonst nichts dagegen haben andere Menschen aus strategischen Gründen zu belügen, zu betrügen und sterben zu lassen.
        Wenn die FDP die Rettung sein sollte, schaut man sich bei KenFM noch mal lieber den Dr. Krall an wie das mit den libertären oder auch nur liberalen Denkmustern so ist. Oder das „KenFM über: der Freie Markt.“
        Denkt vllt auch daran, wie Griechenland zum Suppenküchenstaat gedrückt wurde. Armut fordert Tote. Systematisch. Ich denke das weis jeder hier.
        Die Frage ist nicht Drosten oder Wodarg sondern, Rechtsstaat oder Unrechtsstaat.

        • Franz Maria Arwee sagt:

          Ihr seid gar nicht in der Lage Rechte einzuschränken, das ist als Untertan, wie bereits erwähnt, eine Illusion.

          Der Regulus, der kleine König erläßt die Regula, den Maßstab. Der kleine König sagt, was res, was Sache, was ‚real‘ ist. So läuft das Spiel.

          Da Recht Unrecht bedingt, ist jeder Rechtsstaat zugleich ein Unrechtsstaat.

          Was ist denn ein Staat überhaupt, und welcher Zweck wird damit verfolgt?
          Was ist Recht und welchen Zweck hat es?

          Solange ihr das Grundsätzliche nicht hinterfragt, kann sich auch am herrschaftlichen Monopolyspiel nichts ändern, denn es hört nicht auf, indem es weitergespielt wird.

          Wer Recht fordert, fordert Regeln, er fordert Unterwerfung. Er hat kein Interesse an Verständigung und auch kein Interesse an Argumenten.
          Ein soziales, freiheitliches oder gerechtes Recht existiert nicht.
          Wo Regeln sind findet ein Spiel statt. Wer Spiele spielt, muß die Wirklichkeit ignorieren, sonst ist ein Spiel nicht möglich.
          Regeln existieren nicht, der mensch kann nur so tun, ‚als ob‘ Regeln existierten.

          Spannend finde ich immer den Regelianer, der glaubt es ginge nicht ohne Regeln, diese selbst aber gar nicht kennt oder gar verstünde…

          Wenn es tatsächlich Naturgesetze gäbe, dann bestimmten diese, was ihr zu tun und zu lassen habt und nicht umgekehrt.

          Regelianismus
          Dem gemeinen Regelianer die Folgen von Regeln anhand von Verkehrsregeln kurz erläutert:

          Wer Verkehrsregeln als erforderlich betrachtet, darf sich gerne mal bewußt machen,
          daß er dann einem Verkehrszeichen mehr Fähigkeiten zugesteht als sich selbst und
          jede Ampel seinem Verstand um Lichtwechsel voraus ist.

          Der Ausdruck von Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein, ist nach meiner Auffassung etwas anderes.

          Das Problem wird zur Lösung erklärt, wenn ihr euch selbst den Verstand absprecht und stattdessen Sprache/Zeichen diese Fähigkeit zugesteht.
          Ihr demütigt und erniedrigt euch selbst.

          Grundunterscheidungen der Philosophie Hoyningen, Naturgesetze
          http://bit.ly/2qpuA93

          • Pique Dame sagt:

            Lieber Herr Arwee, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dies der letzte Text dieser Art ist, den ich freischalte. Die Abgehobenheit Ihrer (rechts)philosophischen Anmerkungen führt uns zu weit vom Thema weg. Danke.

      • joedoe sagt:

        haben sie es immer noch nicht verstanden?

        hier die zahlen

        machen sie sich selber ein bild!!

        https://www.worldometers.info/coronavirus/coronavirus-age-sex-demographics/

  5. tanja sagt:

    Dein Blog gibt es doch schon recht lange. Kannst du vielleicht kurz erklären, warum du in den letzten Jahren keine so dramatischen Texte veröffentlicht hast, obwohl es doch viel mehr Tote durch Grippe gab (inklusive Corona-Viren).

    > Was mich interessiert und bewegt, ist das, was ich sehe.

    was du siehst? Du meinst wahrscheinlich die Berichterstattung. Wenn es keine Berichterstattung gibt, dann bist du nicht interessiert und bewegt? Und bei dramatischen Berichterstattung das Gegenteil? Dann würde ich empfehlen, diese Berichterstattung nicht zu konsumieren, sondern eher die nackten Fakten zu verfolgen. Zum Beispiel

    https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

    > Wenn es richtig schlimm kommt, kann man gespannt sein, ob
    > .. dann Verantwortung für ihre Äußerungen übernehmen.

    und wenn der weltweite Shutdown zu schlimmeren Folgen führt, dann übernimmt wer die Verantwortung? Tagesschau, Unzicker, Pique Dame?

    Wir brauchen viele Sichtweisen, damit man sich ein Bild machen kann. Was wir nicht brauchen ist hysterische Berichterstattung und Diffamierung von kritischen Stimmen.

    • Pique Dame sagt:

      Danke fürs Kommentieren, Tanja. Ich will gerne darauf antworten.
      Mein Ansatz sind nicht Tote per se. Ich schreibe auch nicht über Verkehrstote obwohl man hier viel tun könnte, um diese zu reduzieren. Ist nicht wirklich mein Thema.
      Ich habe diesen Artikel geschrieben, weil kaputtgesparte Gesundheitssysteme schon jetzt vor dem Kollaps stehen, weil COVID19 aufgrund der langen Inkubationszeit gefährlicher ist als die bekannten Influenzaviren und eine Verharmlosung zu einer echten Katastrophe führen könnte. Ja, könnte. Wir wissen es nicht, die Zahlen sind nicht valide. Aber wie Unzicker heute Nassim Taleb zitierte: wenn wir es laufen lassen und erst Studien abwarten, ist es wie wenn man eine Versicherung erst abschließt, wenn man das Ausmaß des Schadens kennt.
      https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Das-Versagen-der-alternativen-Medien-4695112.html
      Ich betreibe in diesem Artikel übrigens keine Berichterstattung, es ist ein persönlicher Text („in eigener Sache“), in dem ich meiner Enttäuschung über besagte Medien und meinen Befürchtungen angesichts des maroden Systems Ausdruck verleihe. Wenn du das hysterisch findest, sei es Dir unbenommen. Ich finde es hysterisch, wenn man ein paar Wochen Shutdown z.B. als „Staatstreich“ o.ä. bezeichnet.
      Ja, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Shutdowns werden schlimm. Die meisten werden mit Geld zu heilen sein, zigtausend Tote nicht. Dass es hier gerecht zugeht (und nicht wie in den USA, wo man den Großkonzernen Billionen hinterherwirft und die Bevölkerung mit Krumen abspeist), muss äußerst kritisch überwacht werden.

      • tanja sagt:

        OK. Die Prognosen beunruhigen dich. Mich auch. Aber wie du schon schreibst, wir wissen nicht was kommt. Und die wichtigen Kritik an der Unzuverlässigkeit der Prognosen kam bisher eher von Alternativmedien. Und wird ja zunehmend auch von Experten thematisiert. Von daher verstehe ich nicht, warum viele diese Kritiker am liebsten zum Schweigen bringen wollen. Oder zumindest diffamieren.

        Mit Verlaub, aber spätestens seit diesem Tweet kann ich Unzicker nicht mehr ernst nehmen. Er bezeichnet den mit Covid19 erfahrensten Virologen als Idiot. Oder ich verstehe den Tweet nicht.

        https://twitter.com/unzicker_a/status/1245487414111547394

        • navy sagt:

          Der Kampf gegen die Verblödung, mit der erneut erfundenen Pandemie, von der Bill Gates, Pharma Mafia inzeniert mit dem Pentagon und Medien, wird der Haupt Kampf sein. man sieht wie smartphone verblödet schon die Junk Food Fresser sind und das fängt mit Deutschen Ministern an. Wer profitiert davon und wer steht hinter den Medien und angeblichen Experten, beantwortet alle Fragen

      • Struppi sagt:

        Wenn es um Prognosen geht sagt der jetzt vereehrte Fristen jedes mal sie sind unsicher, sie sind Spekulation, sie wären in der Vergangenheit falsch. Und dann , ohne Beleg, aber jetzt sind sie besser. Zahlreiche Wissenschaftler widersprechen ihm. Aber ausser einem Video auf YT ist nichts mehr drin, weil die Medien nur das RKI und die von der WHO zugelassenen stimmen fragen (dürfen?)

        Wenn man nur diesen Prognosen glauben möchte dann stimmt der Artikel.

        Aber dann müssten die Krankenhäuser überfüllt sein, sind sie’s?
        Ich versuche dies seit Tagen rauszufinden. Selbst das Gesundheitsministerium behauptet mir gegenüber sie hätten diese zahlen nicht. Frag das Gesundheitsministerium deines Landes wieviele Betten sind mit Corona Patienten belegt und wie war die Steigerung.

      • marie sagt:

        deine überschrift läßt mich leider am folgenden inhalt zweifel.

        „ein virus spaltet … “ (was auch immer dann folgen mag)

        ich verstehe den ansatz dieser haltung ehrlich in keinster weise … für mich übersetzt: eine naturkatastrophe spaltet … ist es nicht so, dass naturkatastrophen nur opfer kennen … weil sie durch menschen nicht erkannt werden – kein schutz davor existierte, auf welchen verantwortungsvolle, kluge und weitsichtige menschen mit ihren speziellen kenntnissen eine vorsorge hätten treffen können=müssen …

        mir persönlich kommt es dabei auf spezialisierte fachkompetenz an … und mit verlaub nicht auf die ideologisch-religiöse ausrichtung der wissenschaftler an

        WER ist denn deiner meinung nach der wissenschaftsgott (diktator der naturgewalten^^), welcher ohne wissenschaftlichen streit in der sache (virus) ein unbestreitbares „urteil“ sprechen darf?

        oder gibt es nicht eine sehr plurale welt, in welcher sich letztedlich JEDER wiederfinden sollte?

        naja, zum glück sind auch die menschen (nur) ein teil der natur … ja, wahrscheinlich jedoch nicht das allerbeste

        sorry, wer jedoch wie du eine ideologie ÜBER die natur stellt (so verstehe ich jedenfalls deine überschrift) – kann dies natürlich ganz privat machen … eine allgemein verbindliche haltung (wie die naturgesetze) ist jedenfalls niemals zu erwarten …

        • Pique Dame sagt:

          Das ist doch blanke Haarspalterei. Da könnte genausogut stehen: „Das Thema ‚Virus‘ spaltet die Links-Alternativen.“ Daraus eine „Ideologie“ zu stricken, ist nachgerade grotesk.

          • marie sagt:

            ich liebe die sprache – und vermisse leider immer mehr den achtsamen und verantwortungsvollen umgang mit ihr.

            auch die form sagt etwas (indirektes)über den inhalt.

            soll ich mich für meine sensibilität beim umgang mit der sprache etwa entschuldigen?

            ich kann mir schon vorstellen dass du es anders gemeint hast und meine bemerkung etwas spitzfindiges für dich haben kann.

            doch du hast mich ja verstanden :-)))

            >>> genau!!! es ist das „mediale thema virus“ … das hat jedoch mit dem lebewesen virus gar nix zu tun

            ja, manchmal mag ich es schon wirklich genau und exakt – danke dass du da mitmachst – auch wenn ich inhaltlich anderer meinung bin als du.

  6. susmai sagt:

    Hallo! Ihr Artikel gefällt mir super gut und gibt genau das wieder was auch in mir vorgeht. Danke dafür.
    Falls Sie den neuen Artikel von Alexander Unzicker noch nicht gelesen haben sllten
    https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Das-Versagen-der-alternativen-Medien-4695112.html
    Viele Grüße von susmai

  7. Pique Dame sagt:

    Lieben Dank! Ja, den Artikel hab ich gestern schon in meiner Antwort an Tanja verlinkt 🙂

  8. joedoe sagt:

    und auch hier wieder: „wenn dann, könnte würde dürfte sollte“
    aber keine zahlen wie:

    Verstorbene täglich im März 2019,2018,2017 bis 2015 im vergleich, nirgends sieht man diese zahlen, und auch das italienische geundsheitssystem stand schon öfters vor dem kollabs

    der aktuelle virus ist kein massenmörder, wieso im detail NY und italien als beispiel so schwer betroffen sind sollten andere nüchtern und sachlich darstellen können

    können sie aber auch nicht, so wie man immer hört „die zahlen sagen NOCh nichts aus in zwei wochen aber“ während man zeitgleich die menschen zu asozialen wesen erzieht, auf welcher grundlage??

    panikmache während es doch „Nur“ darum geht petoenziell überlastete gesundheitssystem nicht zu überlasten, aber die leute empfinden und denken wir haben hier einen killervirus

    dabei sterben wieviele an lungenentzündungen? herz/atemwegserkranungen sonst die jahre zuvor? keine dieser zahlen bringt irgendwer der beitragsservice finanzierten medien

    fakt

    • marie sagt:

      leider kann ich mir ohne einen systemtischen rundblick in zusammenhängen sehrsehr viele kritische fragen nicht ersparen.

      warum dieser fast flächendeckende mangel im gesundheits- und bildungswesen??????? warum keinen „beruhigenden“ überfluß an krankenhäuser, ärzten, betten, schulen, kitas mit angemessener gruppenstärke????????????

      der markt? häh???

      warum überfluß und vernichtung von lebensmitteln bei gleichzeitigem hunger und mangelernährung????

      bitte!!!! es möge mir KEINER!!! sagen, dass dafür kein geld da wäre.

      ich spüre nur verdummung und verachtung für alle,, die sich an den perversen machtkämpfen nicht beteiligen wollen … an diesen nach unten treten zur selbsterhöhung … armes deutschland mit seinen kämpfen als autoweltmeister … natürlich auch banken, sicherheits- und pharmaindustrie

      die kombination aus it und pharma sehe ich schon als herbeigeredeter „fortschritt“ auf uns zukommen … leben adieu … streß zum broterwerb oder quarantäne … muß uns nur noch eine weile erklärt werden, wie toll das ist … und wehe, einer hat vom leben andere vorstellungen … weg damit!^^

  9. Tom sagt:

    Given the current hysteria, Dr. Wittkowski provides an important clarification approximately 35 minutes into a video interview (linked in a follow-up comment) regarding respiratory viral infection and pneumonia — some good info to pass on to elderly parents or friends.

    Asked if he is nervous about potentially getting infected, since he himself is statistically at higher risk of mortality from an infection, he replies in the negative. He is clearly not scared at all. The warning sign, he explains, is „if the disease gets better and then gets worse“. When someone feels better initially, that means that their immune system has successfully fought off the virus — the „gets worse“ symptom is the onset of an opportunistic bacterial pneumonia. However, the bacterial infection can be successfully treated with an antibiotic, so long as the treatment is timely. If a patient needs a ventilator or other artificial respiration assistance, the patient has not been treated soon enough with antibiotics and risks dying from pneumonia.

    So respiratory viruses are not a death sentence for the elderly. However, those with any flu-like symptoms must be vigilant and self-aware. They must visit their general physician early in the course of a respiratory viral infection to discuss the potential of opportunistic bacterial infection and antibiotic treatment.

  10. Tom sagt:

    Link to Dr. Knut Wittkowski interview video:

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