Mein persönlicher Weihnachtswunsch

Wer dieses fiktive Konstrukt namens Westliche Wertegemeinschaft in all seiner gigantischen Heuchelei wie unter dem Brennglas besichtigen möchte, der beschäftige sich mit der Causa Julian Assange. Mehr Unrecht, mehr Verletzung und Verachtung von Werten ist kaum vorstellbar.

„Wo ist denn da der Rechtsstaat? Wo sind wir denn da?“ fragt der UN-Sonderberichterstatter für Folter, der schweizer Diplomat und Völkerrechtler Nils Melzer, mit aller Berechtigung.

Die USA wollen Assanges Kopf, und es sieht ganz so aus als würde ihn die UK-Justiz auch liefern wollen. Alle anderen Vasallen schweigen. Einschließlich deren sogenannte Qualitätsmedien, die offenbar nicht begreifen (wollen), dass sie mit ihrer unterlassenen Hilfeleistung am Ast des eigenen Berufsstands sägen.

Die schlimme Propagandaschleuder Russia Today hat dankenswerterweise eine dreistündige, von der Linksfraktion Ende November im Bundestag ausgerichteten Anhörung aufgezeichnet, hier ist der Ausschnitt mit Nils Melzer. 13 Minuten, die man sich nehmen sollte, auch wenn es schmerzt. Melzer listet hier engagiert, aber immer sachlich, die wesentlichen Verstöße gegen alle nur denkbaren Rechtsgrundsätze auf.

 

 

Mir persönlich zerreißt es das Herz angesichts dessen, was dem Menschen Julian Assange angetan wird. Und angesichts der Tatsache, dass hier Rechtsbrüche auf allen Ebenen begangen werden, ohne dass ein kollektiver Aufschrei zu hören wäre. Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden, Assange muss frei kommen!

Ich wünsche all meinen geschätzten Lesern eine erholsame und friedliche Weihnachtszeit. Hoffen wir doch gemeinsam und tun wir alles nur Mögliche dafür, dass Julian endlich wieder ein Leben bekommt, das diesen Namen verdient.

Das ist mein persönlicher Weihnachtswunsch.

 

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